Die Geschichte
Albisriedens erleben

Ortsmuseum Albisrieden
Haus zum oberen Haller


 

Es gab früher mehrere Familien Haller: Der «nidere Haller» wohnte beim Friedbrunnen und der «obre Haller» im heutigen Ortsmuseum. Die ältesten Teile stammen aus dem Jahr 1580. Das Haus wurde aber immer wieder um- und angebaut. Dieses Haus war über 400 Jahre im Besitz der gleichen Familie (1580–1901). 1951 + 1969 kaufte die Stadt Zürich je eine Hälfte. 1975 wurde die Liegenschaft für 1,3 Millionen renoviert. Im Wohnteil gibt es drei Wohnungen und der Rest ist für das Ortsmuseum reserviert.

Wie das Ortsmuseum entstand

Das Ortsmuseum existiert seit Beginn der Fünfzigerjahre. Damals war eine günstige Zeit zum Zusammentragen von Altertümern aus dem ehemaligen Dorf. So kam eine stattliche Sammlung zusammen, die nach einem Schattendasein im Keller der neuen reformierten Kirche seit 1975 im frisch renovierten Haus «zum obren Haller» am Dorfplatz bei der alten Kirche besichtigt werden kann.
Dargestellt wird hauptsächlich die bäuerliche Lebensweise im ehemaligen Dorf: Rauchküche, Stube und Chammer sind im Stil der Zeit eingerichtet. Handwerkliche Werkzeuge und Einrichtungen, z.B. eine Küferei zeugen vom Gewerbe. Im Chilezimmer befinden sich kirchliche Gegenstände, Bibeln, der Taufsteindeckel von 1678, sowie Abendmahlgefässe aus dem 18. Jahrhundert. Eine Ausstellung grosser Fotos zeigt Albisrieden in vergangener Zeit.

Höhepunkte des Jahres

Jedes Jahr führt der Verein Ortsmuseum verschiedene Aktionen durch:
In der Scheune steht eine betriebstüchtige Mostpresse aus dem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, auf der alljährlich anlässlich der «Moschtete» im Herbst etwa 1200 Liter Most gepresst und an das Publikum verkauft werden. 2016 konnte das Fest bereits zum 41. Mal durchgeführt werden.

Eine weitere traditionelle Veranstaltung ist die Ausstellung in der Vorweihnachtszeit. Von Mitte November bis im Dezember findet jedes Jahr entweder eine Hobby- oder eine Kunstausstellung statt, wo interessierte Künstlerinnen und Künstler aus Albisrieden ein Podium finden, ihre Werke auszustellen.

Das Ortsmuseum ist ein Ort, wo sich die Bevölkerung Albisriedens immer wieder treffen kann, um Erinnerungen an das geschichtliche Erbe zu pflegen.

Mühle Albisrieden

erstmals erwähnt 1230, «In der Ess» am Müliwäg

Seit Eingemeindung 1934: Wydlerweg 19

Als Filialbetrieb des Ortsmuseums konnte im Mai 1991 im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung des Dorfbaches der Radraum der ehemaligen Mühle Albisrieden dem Publikum zur Besichtigung freigegeben werden. Wie früher dreht sich jetzt wieder das Wasserrad von 6,5 m Durchmesser. An jedem Abstimmungssonntag ist der Zugang von 10–12 Uhr geöffnet.

In den übrigen Zeiten kann hinter der Mühle durch ein Fenster ein Blick auf das Wasserrad geworfen werden. Ein Druckschalter sorgt für die Beleuchtung.
 

PDF : Geschichte der Mühle

PDF : Chronologie Mühleweiher